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über uns

Sabine Winkler

Sabine Winkler, Jahrgang 1962

Als Tochter eines Landtierarztes mit Tieren in der Familie aufgewachsen halte ich eigene Hunde seit meinem 17. Lebensjahr - zuerst über 15 Jahre lang Beagle, dann ebenso lange Weiße Schäferhunde. Ich zog in dieser Zeit insgesamt 4 Würfe auf (2 Beagle, 2 Weiße Schäferhunde). Seit einigen Jahren bin ich nun auf den Kurzhaarcollie gekommen. Von Anfang an interessierte ich mich für Hundeverhalten und -ausbildung und bemühte mich um solide Grundlagen. Zum Studium der Biologie/Verhaltensforschung kam ich 1982 nach Bielefeld, denn ich wollte unbedingt auch beruflich „etwas mit Tieren“ machen. Im Laufe der Jahre hat sich bei mir eine ganze Hundebibiliothek (deutsch und englisch) angesammelt. Ich konnte zudem meine Liebe zu Büchern mit meiner Hundeleidenschaft verbinden und ab 2000 selber als Fachbuchautorin tätig werden.
Anfang der 90er Jahre kam ich dann erstmals mit „organisierter“ Hundeausbildung in Vereinen in Berührung und lernte dort auch Beate

Poetting kennen. Bald engagierte ich mich auch selbst als Kursleiterin. Mit der vorgefundenen Ausbildungsmethodik („Ruck & Lob“) war ich jedoch bald nicht mehr zufrieden. Nicht zuletzt die eigenen Hunde zeigten mir Grenzen und Nebenwirkungen „traditioneller“ Ausbildungsmethoden auf: die Beagle wurden einfach nur stur, die Weißen Schäferhunde reagierten eher gehemmt und gedrückt. Vor allem dies sowie die nur mäßig zufrieden stellenden „Erfolge“ der althergebrachten Erziehungsmethoden brachte mich dazu, immer mehr in Richtung gewaltfreie Hundeausbildung umzudenken. 

Besonderen Anteil daran hatte „Antis“ (Weißer Schäferhund, Rüde, aus eigener Zucht, 1992 bis 2005). „Antis“ kam, damals knapp 2 Jahre alt, nach dem 2. Besitzerwechsel zu mir zurück und entpuppte sich als Problemhund und Raufer. Obwohl dies anfangs eine große Belastung war, möchte ich die wertvollen Erfahrungen, die ich durch „Antis“ gewann, heute auf keinen Fall missen. In seinen letzten Lebensjahren erfüllte „Antis“ in der Hundeschule die Rolle des „Testhundes“ zum Beurteilen von Leinenaggressiven Hunden mit absoluter Gelassenheit. Mit „Antis“ und Wurfschwester „Yeska“ (1992 bis 2004) machte ich als Freizeitsport Agility (bis A 2) und Obedience. 

Da ich auch heute noch längst nicht der Meinung bin, schon alles zu wissen, feile ich weiter an der eigenen Ausbildungsmethode. Durch den regelmässigen Besuch von Seminaren und Fortbildungen halte ich mich über neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Hundeausbildung auf dem Laufenden. Immer neue Facetten und Erfolge der positiven Verstärkung, vor allem des Clickertrainings, faszinieren mich bis heute. 

Seit 1998 bin ich Mitglied im BHV (Bundesverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e.V.) und seit einigen Jahren Schriftführerin des BHV. 

Mein „hauptberuflicher Begleithund“ ist zurzeit „Jamie“ („Jamie Lee Curtis vom Palmbachtal“), Kurzhaarcollie-Hündin, 2004. „Jamie“ ist Clickerhund von Anfang an, eine clevere und immer begeisterte Trainingspartnerin in Obedience und Agility und begleitet mich überallhin. Aufgrund ihres ausgeglichenen Wesens ist sie würdige Nachfolgerin von „Antis“ als „Testhund“ zum Beurteilen von aggressiven Hunden. 

Veröffentlichungen bisher:

Zeitschriften:
Diverse Artikel, vor allem in der Zeitschrift „Der Hund“, seit 1999.

Bücher
Buch „Hundeerziehung“, Kosmos 2000.
Buch „So lernt mein Hund“, Kosmos 2001, erweiterte Neuausgabe 2005.
Buch „Hundeschule leicht gemacht“, Kosmos 2004, Neuausgabe 2008.
Buch „Trainingsbuch Hundeerziehung“, Kosmos 2006.
und zusammen mit Beate Poetting das Buch „Praxishandbuch für Hundetrainer“, Kosmos 2007.

 Beate Poetting

Beate Poetting, Jahrgang 1958

Schon als Jugendliche war ich "hundeverrückt" und lieh mir in der Nachbarschaft Hunde aus, um mich mit ihnen zu beschäftigen. Mit meinem ersten eigenen Hund ging ich eine Zeitlang zu einem "traditionell" ausgerichteten Hundesportverein, fand jedoch das dort übliche Prinzip "Erst einschüchtern, dann wieder aufbauen" immer fragwürdiger.
Über Beobachtungen und Erfahrungen mit verschiedenen Ausbildern und Hundeführern entwickelte ich mich immer weiter weg von dem als falsch erkannten Weg im Umgang mit dem Hund. Der Versuch, meine neuen Vorstellungen als Ausbildungswartin in einem Hundeverein umzusetzen, scheiterte allerdings an den üblichen Vereinsquerelen und der Front des "Das haben wir doch schon immer so gemacht!". So wuchs der Wunsch, sich mit der Hundeausbildung auf eigene Füsse zu stellen. Inzwischen gibt es aHa – die andere Hundeausbildung weit über 15 Jahre und ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass unsere Art des Hundetrainings über positive Verstärkung weiterhin eher ungewöhnlich ist.

Seit dem Jahr 2000 wohne ich nicht mehr in Bielefeld, sondern im Kreis Herford und betreibe dort meine “andere Hundepension”. Hier werden die Hunde in Gruppen gehalten und haben viel weniger Langeweile. Durch die Beobachtung und Betreuung dieser Hunde habe ich so manchen alten Zopf in Sachen “was machen Hunde normalerweise” endgültig abschneiden können und kann deshalb heute viel unvoreingenommener mit den Hunden in der Hundeschule umgehen.
Mein eigener (nunmehr 5.) Hund ist die Hovawart-Hündin Ebby (Ebbygale vom Luchshohl, um genau zu sein), die im Juli 2005 im zarten Alter von 8 Wochen zu uns zog und nun meine ständige Begleiterin ist. Nach einigen Hunden aus „zweiter Hand“ ist Ebby der Hund, bei dem ich all mein Wissen aus den letzten 15 Jahren auch einmal von Anfang an anwenden wollte. Wer sich mit Hunden auskennt, wird wissen, wie die Geschichte gelaufen ist. Ebby hat sich prächtig entwickelt, aber einiges lief auf keinen Fall so wie geplant. Wie bei jedem Hund habe ich etliches hinzu gelernt und werde wohl auch noch weiterhin um das eine oder andere aha-Erlebnis bereichert werden.